SPD-Pläne weder realistisch noch finanzierbar

Die CDU ist weiterhin der Ansicht, dass es wirtschaftlich nicht möglich und verantwortbar ist, das Freibad in Winterberg wieder zu öffnen. Die SPD verwendet in ihrer Pressemitteilung wider besseren Wissens falsche Zahlen. Das Defizit für das alte Hallen- und Freibad lag im Jahr 2011 bei 303.640 Euro statt – wie behauptet – bei 142.000 Euro. Auch ist eine doppelte Personalstruktur unausweichlich. Das Sportbad im Oversum kann bei gutem Wetter nicht einfach geschlossen werden und dafür das Freibad geöffnet. Die Bundesknappschaft möchte zudem den Pachtvertrag nicht mehr verlängern, sondern das Grundstück an die Stadt Winterberg verkaufen.

„Es ist eben nicht damit getan, eine neue Heizung einzubauen. Die komplette Gebäudetechnik des Hallenbads ist marode. Somit wäre der Neubau eines Gebäudes für Heizungstechnik, Pumpen, Sanitäranlagen und Umkleiden unausweichlich. Hierbei entstünden Kosten in Millionenhöhe“, so Fraktionsvorsitzender Joachim Reuter.

Nach Meinung der CDU darf die schwierige Finanzlage der Stadt Winterberg nicht vergessen werden. Winterberg ist eine Kleinstadt, die wegen des Tourismus eine große Infrastruktur zu stemmen hat. Es ist kein Geld übrig – auch die Einnahmen durch den Fremdenverkehrsbeitrag landen nicht etwa auf einem Festgeldkonto. Sie sind zweckgebunden und werden zum Beispiel für Marketing, Informationsstellen, Anlagenpflege und Häuser des Gastes verwendet. Bereits heute reichen diese Einnahmen nicht aus. Ein privater Investor für das Freibad ist der CDU nicht bekannt.

Eine Öffnung des Freibades kostet nicht nur dauerhafte Personal-, Betriebs- und Instandhaltungskosten, sie verhindert eine Konsolidierung des Haushaltes und schmälert das Finanzbudget für das Freibad in Siedlinghausen und den Hillebachsee in Niedersfeld. Beides sind sehr gute Alternativen für Gäste der Sport- und Erlebnisstadt Winterberg, wie die erfolgreiche Eröffnung der Wasserskianlage und die hervorragenden Besucherzahlen an beiden Badestellen zeigen. Die Besucherzahlen des alten Winterberger Freibades waren in den vergangenen Jahren zurückgegangen und das Bad selbst im Schnitt nur zwischen 40 und 50 Tagen geöffnet.

Inzwischen holt die Verwaltung Ausschreibungen zum Abriss ein und hat bereits Gespräche mit der Knappschaft zum gemeinsamen Abriss von Hallen- und Freibad geführt. Gemeinsam mit allen Fraktionen des Rats war es in den vergangenen Jahren Konsens, eine Nettoneuverschuldung zu verhindern. Die SPD ist gefordert, unter diesem Vorbehalt realistische Pläne zur Öffnung des Freibades zu liefern.