CDU Winterberg

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Ortsunion Winterberg wählt neuen Vorstand

10.05.11 - Die CDU-Ortsunion Winterberg hat in ihrer Jahreshauptversammlung am Donnerstag (5.5.11) einen neuen Vorstand gewählt. Nach 16 Jahren als Vorsitzender hat Martin Schnorbus für eine neue Amtszeit nicht mehr zur Verfügung gestanden. Die Mitglieder haben Sven Lucas Deimel einstimmig zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Ebenfalls einstimmig gewählt worden ist der stellvertretende Vorsitzende Michael Löffler, Kassenwart Reinhard Abel, Schriftführerin Karin Sommer und die Beisitzer Frank Leber und Stephen Braun.

In seinem Bericht geht der scheidende Vorsitzende Martin Schnorbus auf Themen der Tagespolitik ein. So sei Deutschland von allen Industrienationen das Land, das die Weltwirtschaftskrise am erfolgreichsten angepackt und überwunden habe. Die Wirtschaft wachse rasant und die Arbeitslosigkeit sei so niedrig, wie seit 1990 nicht mehr. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung sei gar auf einem Rekordwert seit der Wiedervereinigung. Auch auf die Kernenergie geht Schnorbus ein. So werde den Bürgern insbesondere von den Grünen suggeriert, ein Ersatz durch erneuerbare Energien sei in nur wenigen Jahren möglich. „Expertenmeinungen, die das komplexe Thema ganzheitlich und seriös betrachten und erklären wollen, werden ignoriert“, so Schnorbus. Schließlich äußert sich Martin Schnorbus noch über die Finanzlage Winterbergs: „Die Kommunen in NRW sind seit Jahrzehnten finanziell unzureichend ausgestattet“. Durch Änderungen der Schlüsselzuweisungen des Landes fehlen Winterberg Einnahmen von rund einer Million Euro. Die erst kürzlich vom Stadtrat beschlossenen Einsparungen in Höhe von 1,25 Millionen Euro für 2011 und 1,76 Millionen Euro ab 2012 würden so verpuffen. Schnorbus fordert, „die besonderen Belastungen von ländlichen Gemeinden über einen Flächenansatz zu berücksichtigen“.

Der neue Vorsitzende Sven Lucas Deimel betont in seiner Rede die Stärken der Stadt Winterberg, die maßgeblich der Politik der CDU zu verdanken seien. So sei Winterberg durch seine Bobbahn weltbekannt und habe nicht zuletzt durch die Altstadtsanierung eine wunderschöne und gepflegte Innenstadt. „Unsere Gäste kommen gerne hier hin, ob im Winter zum Skifahren, im Sommer zum Wandern oder ganzjährig zum Einkaufen“, so Deimel. Auch sei Winterberg stolz auf seine Wirtschaft: „Wir haben kleine, aber feine Handwerksbetriebe und einen gesunden Einzelhandel.“ Doch stehe Winterberg in Zukunft auch vor großen Herausforderungen. Deimel nennt hierbei zum Einen den Klimawandel, der den Winter-Tourismus in einigen Jahrzehnten stark beeinflussen werde, zum Anderen den demographischen Wandel, der alles und jeden betreffe: „Wir werden immer weniger und immer älter. Diese Herausforderungen können wir nicht bekämpfen, wir können Sie nur gestalten“, so Deimel. Winterberg sei hierbei durch Schlüsselprojekte, wie dem Kurparkprojekt Oversum auf einem guten Weg. Jedoch gelte es, auch in Zukunft die Vision einer gesunden Stadt auszubauen. Dazu gehöre es auch, bestehende Arbeitsplätze zu halten und neue zu schaffen. „Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Machen wir es auch für Unternehmer schmackhaft, indem wir Dienstleistern eine gute Infrastruktur bieten!“ – Deimel nennt hierbei die Chancen einer schnellen Internetverbindung und die Erhaltung der bestehenden Bahnlinie.

Nach den Vorstandswahlen bedankt sich Sven Lucas Deimel im Namen des ehemaligen Vorstandes bei seinem Amtsvorgänger für die 16-jährige Zeit als Vorsitzender der Ortsunion und die hervorragende Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Auch Bürgermeister Werner Eickler spricht seinen Dank aus und betont, dass Martin Schnorbus der Stadt in anderer Funktion erhalten bleibe. Martin Schnorbus ist auch stellvertretender Bürgermeister, Ratsmitglied und stellvertretender Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes.

In seinem darauf folgenden Bericht freut sich Eickler, die CDU-Mitglieder über den Erhalt des PPP-Innovationspreises 2011 zu informieren. Im Rahmen des Deutschen Verwaltungskongresses „Effizienter Staat“ hat Eickler zusammen mit Wolfgang Wäscher von der sab AG für das Projekt Oversum diese Auszeichnung erhalten. 70 Projekte in Deutschland waren dafür nominiert. Im weiteren Verlauf seines Berichts geht Eickler auf diverse Investitionen ein, die im Haushalt 2011-2012 enthalten sind. So fließen allein in bauliche Maßnahmen für Schulen in der Kernstadt Winterberg 305.500 Euro. Auch Eickler bedauert den Wegfall von Einnahmen durch Kürzung der Schlüsselzuweisungen seitens des Landes.

Auch Tourismus-Direktor Michael Beckmann berichtet über aktuelle Daten und Fakten. So hat Winterberg seine Übernachtungszahlen in der vergangenen Saison erneut gesteigert, was vor allem dem neuen Ferienpark Landal zu verdanken sei. Dieser habe die ohnehin schon hohe Wertschöpfung durch den Tourismus noch einmal verstärkt. Gerade der Einzelhandel profitiere davon, so haben die Gäste im vergangenen Jahr 200 Millionen Euro in die Stadt gebracht. Beckmann informiert auch über das neue Produkt „WinterbergCard plus“. Die neue Karte ermögliche gerade Familien einen „Urlaub ohne Nebenkosten“, so Beckmann. Rund 30 Freizeitangebote, wie Fahrten mit der Sommerrodelbahn oder ein Minigolf-Spiel schlagen bei Familien mit einem Vorteil von insgesamt 620 Euro zu Buche.

Schließlich haben Martin Schnorbus und sein Nachfolger Sven Lucas Deimel noch die Jubilare geehrt. Für 40 Jahre Mitgliedschaft bedankt sich die Ortsunion bei ihren Mitgliedern Walter Bröker, Gertrud Kramer und Marianne Müller. Auf 25 Jahre Mitgliedschaft können Paul Aust und Hans-Georg Lückel zurückblicken. Christel Sonntag und Ludger Wahle sind noch am Abend mit Urkunde und Ehrennadel für 25 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet worden.

Ehrung der Jubilare: Sven Lucas Deimel, Martin Schnorbus, Christel Sonntag und Ludger Wahle

© CDU Stadtverband Winterberg 2012