CDU Winterberg bestätigt Vorstand
Aktuelle Berichte aus Düsseldorf und dem Rathaus
Der CDU-Stadtverband Winterberg hat im Rahmen seiner Mitgliederversammlung am 9. März 2026 im Rathaus Winterberg seinen Vorstand mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Sven Lucas Deimel wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt und bedankte sich bei den Mitgliedern für das ausgesprochene Vertrauen. In seinem Bericht spannte Deimel den Bogen von den internationalen Krisen und ihren wirtschaftlichen Folgen bis zu den konkreten Herausforderungen für Winterberg mit seinen Dörfern. Gerade in unsicheren Zeiten brauche es eine verlässliche Kommunalpolitik, die Verantwortung übernehme und die Entwicklung der Stadt langfristig im Blick behalte, betonte Deimel. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen habe sich Winterberg in den vergangenen Jahren positiv weiterentwickelt. Auch das Ergebnis der letzten Kommunalwahl mit 63 Prozent der Stimmen für die CDU sowie der klaren Wiederwahl von Bürgermeister Michael Beckmann mit 83 Prozent zeige das große Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die kommunalpolitische Arbeit.
Schwerpunkte der kommunalpolitischen Arbeit seien weiterhin die Stadtentwicklung, Investitionen in Bildung und Sicherheit sowie die Sicherung von Wohnraum für Einheimische. Der Tourismus bleibe das wirtschaftliche Rückgrat der Stadt und sichere zahlreiche Arbeitsplätze in Winterberg. Gleichzeitig arbeite die Kommunalpolitik daran, eine ausgewogene Balance zwischen touristischer Nutzung – etwa durch Ferienwohnungen – und dauerhaftem Wohnraum für Einheimische zu gewährleisten. Wichtige Projekte seien zudem der Anbau am Gymnasium Winterberg im Zuge der Rückkehr zu G9 sowie die Sanierung der ehemaligen Verbundschule in Siedlinghausen, in die künftig die Grundschule einziehen soll. Auch der gesetzlich geforderte Ausbau der Ganztagsbetreuung spiele hierbei eine wichtige Rolle. Darüber hinaus investiere die Stadt weiterhin erheblich in den Feuerschutz, unter anderem durch neue Feuerwehrhäuser in mehreren Ortschaften. Im Bereich Energie werde im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung die Möglichkeit eines Nahwärmenetzes geprüft. Zudem beschäftige sich die Stadt mit dem Ausbau der Windenergie. Mit dem sogenannten „Winterberger Weg“ solle dabei eine stärkere Bürgerbeteiligung sowie regionale Wertschöpfung erreicht werden.
Im Rahmen der Versammlung berichtete zudem der Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Matthias Kerkhoff über die aktuelle politische Lage aus Düsseldorf und Berlin. Er gratulierte Deimel zur Wiederwahl und würdigte die erfolgreiche Arbeit des Stadtverbandes, die sich auch im sehr guten Ergebnis der Kommunalwahl widerspiegele. Kerkhoff betonte, dass Politik derzeit unter sehr herausfordernden internationalen und nationalen Rahmenbedingungen gestaltet werden müsse. Gleichzeitig habe Bundeskanzler Friedrich Merz Deutschland wieder stärker auf der internationalen Bühne positioniert und deutlich gemacht, dass auf Deutschland wieder Verlass sei. Entscheidend für die kommenden Jahre sei es, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu stärken. Wachstum sei die Grundlage für Wohlstand und damit auch für politischen Gestaltungsspielraum. Mit Blick auf Nordrhein-Westfalen verwies Kerkhoff auf wichtige Zukunftsthemen wie Bürokratieabbau, Staats-modernisierung und Investitionen, für die im Landeshaushalt rund 60 Milliarden Euro zur Verfügung stehen.
Bürgermeister Michael Beckmann berichtete anschließend über aktuelle Themen aus dem Rathaus. Er machte deutlich, dass die Finanzierung kommunaler Haushalte ohne strukturelle Anpassungen auf Landes- und Bundesebene zunehmend schwieriger werde. Zugleich gebe es bei der Unterbringung von Flüchtlingen zuletzt eine spürbare Entlastung, auch wenn die damit verbundenen Kosten weiterhin eine Herausforderung für die Kommunen darstellen. Ein zentrales Thema für Winterberg sei derzeit zudem die Windenergieplanung. Aufgrund übergeordneter gesetzlicher Vorgaben lasse sich der Ausbau der Windenergie vielerorts nicht mehr verhindern. Umso wichtiger sei es, diesen Prozess aktiv zu gestalten. Beckmann verwies dabei auf den „Winterberger Weg“, der eine möglichst frühe Einbindung der Bürgerschaft sowie eine regionale Wertschöpfung durch Beteiligungsmöglichkeiten und kommunale Strukturen vorsieht.
Über die Arbeit auf Kreisebene berichtete Kreistagsmitglied Werner Eickler, der die Nachfolge von Martin Schnorbus angetreten hat. Er gab den Mitgliedern einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben des Hochsauerlandkreises mit einem Haushaltsvolumen von rund 600 Millionen Euro und informierte über aktuelle Themen aus dem Kreistag.
Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Rat der Stadt Winterberg, Timo Bundkirchen, blickte zunächst auf die Arbeit der CDU-Fraktion in der vergangenen Ratsperiode zurück. Diese sei insbesondere durch die Herausforderungen der Corona-Pandemie geprägt gewesen. Mit über 80 eingebrachten Anträgen habe die CDU-Fraktion die Ratsarbeit aktiv gestaltet und zahlreiche Impulse für die Entwicklung der Stadt gesetzt. Am Ende seines Berichts ging Bundkirchen auch auf aktuelle Herausforderungen ein. Mit Blick auf den Ausbau der Windenergie machte er deutlich, dass er die Entwicklung kritisch sehe und insbesondere große Herausforderungen bei der Akzeptanz in der Bevölkerung wahrnehme. Gleichzeitig verwies er darauf, dass den Kommunen durch übergeordnete gesetzliche Vorgaben ein Großteil der Entscheidungskompetenz in diesem Bereich genommen worden sei. Auch die kommunale Finanzlage bezeichnete Bundkirchen als zunehmend anspruchsvoll.
Neben dem Vorsitzenden wurden auch die weiteren Mitglieder des Vorstandes bestätigt. Dem geschäftsführenden Vorstand gehören weiterhin Johannes Hellwig, Joachim Reuter und Christian Schmidt als stellvertretende Vorsitzende, Tobias Mörchen als Geschäftsführer sowie Jonas Kreutzmann als Schriftführer (kommissarisch) an. Alle 18 Beisitzer wurden ebenfalls mit Mehrheit gewählt. Deimel dankte dem gesamten Vorstandsteam und den Ortsverbänden für die engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Der CDU-Stadtverband Winterberg sieht sich durch die bestätigte Vorstandsstruktur und die gute Zusammenarbeit von Partei, Fraktion und Bürgermeister weiterhin gut aufgestellt, um die positive Entwicklung der Stadt gemeinsam weiter voranzubringen.
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Der Stadtverbandsvorstand der CDU Winterberg mit MdL Matthias Kerkhoff und Bürgermeister Michael Beckmann (v.l.: Jonas Kreutzmann, Christian Schmidt, Tobias Mörchen, Sven Lucas Deimel, Matthias Kerkhoff, Michael Beckmann, Joachim Reuter, Johannes Hellwig).
